ቅዋም ደብዳበ ናብ ፕረዝደንት ሃገረ ጀርመን ብዛዕባ ሳንክሽን

ማሕበር ኤርትራውያን ኣብ ሃገረ ጀርመን ቅዋም ደብዳበ ናብ ፕረዝደንት ሃገረ ጀርመን ብዛዕባ ሳንክሽን ኣቅሪቦም።

ቅሉዕ መልእኽቲ ናብ ፕረዚደንት ሃገረ ጀርመን / ሽታይንማየር

Open letter from Eritrean community in Germany to President of Germany.

Bitte setzen Sie sich für einen echten Frieden, Versöhnung und Entwicklung am Horn von Afrika ein!

Sehr geehrter Herr Bundespräsident Dr. Steinmeier,

wir, die Mitglieder der deutsch-eritreischen Gemeinschaft in Deutschland, die sich solidarisch erklären mit den Menschen am Horn von Afrika, wenden uns mit dem Wunsch an Sie, ein politisches Zeichen zu setzen und sich verstärkt für einen gerechten und echten Frieden sowie eine nachhaltige Entwicklung am Horn von Afrika einzusetzen.

Viele unserer Gemeinschaft sind vor Jahrzehnten vor Gewalt, Krieg und Zerstörung geflüchtet und haben in der Bundesrepublik Deutschland eine zweite Heimat gefunden.

Wir sind sehr erleichtert darüber, dass Äthiopien und Eritrea ihre langjährigen Feindseligkeiten beendet und Frieden geschlossen haben. Diesem Versöhnungsprozess schlossen sich auch Somalia, der Süd-Sudan und der Sudan an. Nach langen Jahren der anhaltenden Feindseligkeiten und Chaos keimte am Horn von Afrika zum ersten Mal die Hoffnung auf einen dauerhaften Frieden und die gesamte Region blickte mit Zuversicht in die Zukunft.

 

Zur Wahrheit gehört aber auch, dass die politischen Veränderungen am Horn von Afrika nicht von Allen getragen werden. Die TPLF (Tigray People’s Liberation Front) hatte mit der Wahl von Dr. Ahmed Abiy zum äthiopischen Ministerpräsidenten ihre politische Vorherrschaft in Äthiopien eingebüßt, sie kam jedoch mit diesem Machtverlust nicht recht und zog sich daraufhin in die Provinz Tigray zurück. Von hier aus hat die TPLF-Führung seit 2018 unentwegt versucht, sowohl den Friedensprozess zwischen Eritrea und Äthiopien als auch die politischen Reformen des äthiopischen Ministerpräsidenten zunichtezumachen. So verhinderte beispielsweise die Führung der TPLF, dass ein Friedensabkommen zwischen den beiden Ländern abgeschlossen werden konnte, in dem sie

die Demarkierung des gemeinsamen Grenzverlaufs ablehnte,

das Northern Command der äthiopischen Armee angriff und

mehrfach die eritreische Hauptstadt Asmara bombardierte.

Lassen Sie nicht zu, dass diese Kriegstreiber und geistigen Brandstifter ungeschoren davonkommen. Die Verantwortung für Hunger, Vertreibung und Zerstörung liegt ganz klar bei der kriegslüsternen TPLF-Führung, die sich durch Desinformationen zu Opfern des Krieges stilisieren lassen wollen, obwohl sie doch die Täter sind. Hier werden Menschrechte politisch instrumentalisiert, um von der eigenen Schuld abzulenken!

Sehr geehrter Herr Bundespräsident, wir sind über das Vorgehen der Bundesregierung und der EU sehr irritiert. Statt die wahren Kriegstreiber (TPLF) zu benennen und zu sanktionieren, wird einseitig Eritrea der Kriegsverbrechen beschuldigt. Besonders empörend und verstörend finden wir die Tatsache, dass dies ohne stichhaltige Beweise, basierend auf unwahren Informationen derjenigen erfolgt, die für Gewalt, Flucht und Zerstörung verantwortlich sind. Wir lehnen daher die einseitige Herangehensweise und die diffamierenden Äußerungen der EU und der deutschen Außenpolitik ab!

Schuldzuweisungen helfen nicht, sie nützen nur demjenigen, der Hass und Hetze verbreitet und somit eine echte Versöhnung der Völker verhindert.

Uns ist bewusst, dass der Konflikt in der äthiopischen Provinz Tigray sehr komplex ist. Aufgrund von Berichten über Menschenrechtsverletzungen in Tigray appellieren wir an Sie, sich für eine unabhängige und differenzierte Analyse der Geschehnisse vor Ort einzusetzen und den Menschen in Tigray schnell und unbürokratisch Hilfe zukommen zu lassen.

Wir bitten Sie, Herr Bundespräsident, nutzen Sie Ihr Amt und Ihre Autorität und setzen Sie sich innerhalb der Bundesregierung dafür ein, dass sich Deutschland unvoreingenommen für die Beendigung der Kriegshandlungen stark macht.

Setzen Sie bitte ein Zeichen, das in die Zukunft weist und den Menschen am Horn von Afrika Mut und Zuversicht für eine friedvolle Zukunft und ein friedvolles Leben macht.

Mit freundlichen Grüßen

deutsch-eritreischen Gemeinschaft in Deutschland

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